"Typisch Jungs, typisch Mädchen – typisch Blödsinn?"

„Typisch Jungs, typisch Mädchen – typisch Blödsinn?“
Das „Earsinnig Hören!“- Projekt der Klasse 6a

Ein Text der Schülerreporterin der JuicePaper, Denise Kneerich, 10b

Es war ein ganz normaler Donnerstagmorgen, doch nicht für die Klasse 6a der Schule am Sportpark aus Erbach. Heute war es soweit, sie nahmen ihren Radiobeitrag im Rahmen des Projekts „Earsinnig hören!“, welches über die Stiftung Zuhören, in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, angeboten wird, auf und präsentierten ihn in einer Live-Bühnenshow. Das Thema der Show: „Typisch Jungs, typisch Mädchen – typisch Blödsinn?“.Dieses Projekt, welches sich an die 3. bis 6. Klassen von Grund-, Förder- und weiterführenden Schulen richtet, soll die Fähigkeit des Zuhörens bei Schüler/-innen stärken. Die Schüler/-innen werden mit den Grundregeln des Zuhörens spielerisch vertraut gemacht, erfahren wie Radio funktioniert und gestalten anschließend selbst kurze Hörstücke. Der Tag startete mit ein paar ungewohnten Aufwärmübungen für Stimme und Ohren, die die Sechstklässler/-innen gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Lengfeld sowie den Radioteamerinnen Frau Bonifer und Frau Spatz sowie drei älteren Schülerpaten im Stuhlkreis durchführten. Peinlich berührte Blicke bei der morgendlichen Ohrmassage und leicht nervöses Kichern beim pantomimischen Burgeressen machten die Runde, bis jede Personen ihre perfekte Sprechtonlage gefunden hatte. Der Teaser sollte aufgenommen werden, er wird am Nachmittag als erstes bei der Bühnenshow zu hören sein.

Die Klasse 6a zu Besuch beim HR in Frankfurt
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Zu Beginn klappt es überhaupt nicht, alle reden durcheinander, es wird wieder gekichert, geraschelt. Doch dann, beim vierten Anlauf, spricht die Klasse wie aus einem Munde: „Hallo wir sind die Klasse 6a, der Schule am Sportpark, aus Erbach. Wir sind…“ Es folgen die Namen der einzelnen Kinder und nach kurzer Spielzeit mit Stiller Post, konnte der bereits von den Teamerinnen geschnittene Teaser angehört werden. Erste stolze Blicke flackern im Stuhlkreis auf. Nach einer kurzen Pause ging es an die eigentlichen Aufnahmen. Hierfür teilte sich die Klasse in drei Gruppen auf. Zwei Gruppen gingen für Umfragen in die Erbacher Innenstadt und befragten die Erbacher/-innen zu den Themen „Computerspiele und Gaming“ oder „Typisch Jungs und Mädchen“. Die dritte Gruppe interviewte die Schulsozialarbeiterin Frau Filiz in der Schule im Haus der bunten Fantasie. Doch andere Menschen zu interviewen ist gar nicht so leicht, Fremde dafür anzusprechen sogar noch schwerer. Die Jugendlichen meinten, es sei definitiv etwas Neues, Aufregendes und Ungewohntes aber auch Tolles so einen Radiobeitrag zu erstellen. Die anfängliche Unsicherheit verflog schnell und die Gruppen gingen immer selbstbewusster auf die Erbacher/-innen zu. Aber es will nicht jeder mitmachen. Die Befragten reagierten oft überrascht und verunsichert auf die Mikrofone und Anfragen der Schüler/innen, möchten nichts falsch machen. Nach gutem Zureden beantworteten dann doch einige die Fragen und es stellt sich heraus, dass es zu den Themen unterschiedliche Meinungen in der Bevölkerung gibt. Eine Gruppe befragte u.a. den Besitzer einer örtlichen Eisdiele und da dieser direkt begeistert vom Projekt ist, spendierte er den Kindern prompt eine Kugel Eis als Wegzehrung zurück in die Schule. Von der fünften bis zur sechsten Stunde hieß es dann üben, üben, üben. Texte wurden gelesen, Einsätze geprobt und dann das ganze noch einmal von vorne. So langsam stieg die Anspannung und die Jugendlichen wurden unruhig, nervös und etwas ungeduldig. Nach einer 30-minütigen Mittagspause ging es weiter zur Generalprobe mit Mikrofon, PowerPoint-Präsentation und Tonaufnahmen in der Cafeteria. Die Technik-AG unter der Leitung von Herrn Kabrhel hatte sich mal wieder selbst übertroffen und eine fantastische Bühne für die Live-Radiobühnenshow aufgebaut. Am Anfang wirkten die Schüler/-innen unsicher und etwas überfordert, spontan wurden einige Abläufe leicht verändert, Texte angepasst, Betonungen geübt und eine letzte Gesangsprobe mit Frau Weber für den musikalischen Beitrag am Nachmittag eingeschoben. Diese Gefühlszustände verschwanden jedoch, als die Sprecher/-innen langsam, aber sicher in ihre Rollen als Radiosprecher/-innen schlüpften und zunehmend selbstsicherer auf der Bühne agierten. Kurz vor 15:00 Uhr stieg die Aufregung in der Klasse 6a nochmals, die ersten Zuschauer/-innen kamen und es gab kein Zurück mehr. Das Projekt wurde von den HR-Teamerinnen kurz vorgestellt, Ehrengäste aus Erbach und der Sparkassen-Stiftung begrüßt und dann hieß es auch schon: „Hallo wir sind die Klasse 6a, der Schule am Sportpark, aus Erbach…“ Während der Präsentation wurde im Publikum viel gelacht und die Schüler/-innen schienen sich richtig wohl in ihren Rollen zu fühlen. Die zuvor im Unterricht selbstverfassten Nachrichten, Verkehrs- und Wettermeldungen sowie kreierten Werbeblöcke für den Radiobeitrag kamen gut bei den Besucher*innen an. Auch den Interviewaufnahmen vom Vormittag wurde interessiert gefolgt und überlegt, ob man die eine oder andere Stimme aus Erbach nicht doch kannte. Um 16:30 Uhr hatten es die Jugendlichen geschafft und wurden mit tobendem Applaus belohnt. Bei Kaffee und Kuchen fand das mehrwöchige Projekt „Earsinnig hören!“ einen gelungenen Abschluss.

Mehr Informationen zum Projekt "Earsinnig hören!"sowie die Audioaufnahmen der Klasse 6a findet man auf der Homepage der Stiftung Zuhören.

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